1975-1997
Energiepolitik, Energiewende, Rohölpreise
Die Bundesregierung bemühte sich seit Anfang der 1970er-Jahre, den Erdölimport zu reduzieren. Die damit verbundene Energiewende, der umweltbewusste Umgang mit Energie und die Verminderung der Abhängigkeit vom Erdöl belebten die Gaswirtschaft. Öl galt seit Mitte der 1970er-Jahre als unsichere, Erdgas hingegen als saubere Energie mit wettbewerbsfähigen Preisen. Strom aus Kernenergie erlitt mit dem Reaktorunfall von Tschernobyl (April 1986) und durch wachsendes Umweltbewusstsein einen Imageverlust.In der Bundesrepublik erreichte Erdgas einen Anteil am Primärenergieverbrauch von über 20 Prozent (1996) und war damit nach dem Erdöl der zweitwichtigste Primärenergieträger. Dies gilt auch als Erfolg eines intensiven Erdgasmarketings. Erdgas wurde mit Marketingkampagnen (z. B. „Trixi Sonnenschein“ und „Erdgas Kater“) und kompetenter Beratung gut positioniert. Die Versorgungssicherheit wurde durch die Erschließung neuer Erdgasfelder sichergestellt.
Die Kundenstruktur von Erdgas Münster hatte sich inzwischen deutlich verändert. Gingen 1981 noch gut 17 Prozent der Gaslieferungen an die Industrie sowie an Kraftwerke, verringerte sich dieser Anteil 1995 auf 8,9 Prozent. Gestiegen waren hingegen die Lieferungen an kommunale und regionale Versorger von 4 Prozent (1981) auf 7,7 Prozent (1995). Nach wie vor wurde das weitaus meiste Gas an Ferngasgesellschaften sowie an Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Erdgas-Münster-Gesellschafter geliefert.
Erdgas Münster: Netzausbau, Versorgungssicherheit, Kundenstruktur
Das Leitungsnetz von Erdgas Münster wuchs bis 1997 auf 1.943 Kilometer. Mit der 1990 in Betrieb genommenen Ost-West-Verbindung Rehden–Frenswegen, wurden die bisher getrennten Absatzmärkte und Produktionsbereiche miteinander verbunden und so die Versorgungssicherheit erhöht. Zur Konditionierung niederkalorischer Gasfunde (L-Gas) bezieht Erdgas Münster seit 1975 hochkalorisches Gas (H-Gas) aus den norwegischen Ekofisk- und Eldfisk-Gebieten. 1977 wurde die Versorgungssicherheit durch Beteiligung an der GHG-Gasspeicher Hannover GmbH weiter erhöht.Die Kundenstruktur von Erdgas Münster hatte sich inzwischen deutlich verändert. Gingen 1981 noch gut 17 Prozent der Gaslieferungen an die Industrie sowie an Kraftwerke, verringerte sich dieser Anteil 1995 auf 8,9 Prozent. Gestiegen waren hingegen die Lieferungen an kommunale und regionale Versorger von 4 Prozent (1981) auf 7,7 Prozent (1995). Nach wie vor wurde das weitaus meiste Gas an Ferngasgesellschaften sowie an Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Erdgas-Münster-Gesellschafter geliefert.
