1998-heute
Erdgas zwischen Klimawandel, Marktliberalisierung und Marktregulierung
Nach der Weltklimakonferenz von Kyoto (1997) stieg die Sensibilität gegenüber Kohlendioxidemissionen. Die deutsche Gaswirtschaft erfüllte ihre Selbstverpflichtung, bei der Erzeugung von Nutzwärme durch Erdgas im Bereich der privaten Haushalte die Kohlendioxidemissionen gegenüber 1990 bis 2005 um etwa ein Drittel zu senken. Die Liberalisierung der Energiemärkte wurde seit den 1990er-Jahren von der Europäischen Kommission vorangetrieben. Das deutsche Energiewirtschaftsgesetz (April 1998) sowie die EU-Binnenmarktrichtlinie für Erdgas (August 1998) beendeten die Zeit national erschlossener Versorgungsgebiete. Der Netzzugang wurde neu geregelt – zunächst durch eine Vereinbarung zwischen den Interessenverbänden (Juli 2000).
Das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (in Kraft ab 13. Juli 2005) führte zu weiteren Regulierungen (Gasnetzzugang und Gasnetzentgelt). Zudem wurde die Netzregulierung der Bundesnetzagentur übertragen. So wurden innerhalb weniger Jahre die Rahmenbedingungen für den deutschen Erdgasmarkt massiv umgestaltet.
Erdgas Münster vor neuen Herausforderungen
Eine unmittelbare Folge der Liberalisierung und Regulierung des Gasmarktes ist die Gründung der Erdgas Münster Transport GmbH & Co. KG im Jahr 2005. Sie stellt für den Gastransport ein über 700 Kilometer langes Fernleitungsnetz bereit und vermittelt den Zugang zum vorgelagerten Rohrleitungsnetz der Erdgas Münster GmbH.Der Markt verlangt heute und in Zukunft individuellere und flexiblere Lösungen. Mit langjähriger Erfahrung im Erdgasmarkt und der Offenheit für Veränderungen steht Erdgas Münster für ihre Kunden bereit, um gemeinsam die neuen Chancen des liberalisierten Marktes bestmöglich zu nutzen. Deutsches Erdgas leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen, sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung.
Seit 50 Jahren und für die Herausforderungen von morgen ist Erdgas Münster ein zuverlässiger Partner der deutschen Produktion und ihrer Kunden.
