Geschäftsjahr 2010
Erdgas Münster bereitet sich auf neue Entflechtungsregeln für Energieunternehmen vor / Gasabsatz geht leicht zurück
Münster, 18.07.2011 – Die Ferngasgesellschaft Erdgas Münster hat im vergangenen Jahr den in 2009gestarteten Prozess zur Vorbereitung auf das 3. EU-Energiebinnenmarktpaket fortgesetzt. Ziel ist es, den
Konzern Erdgas Münster gemäß den ab 2012 umzusetzenden Unbundling-Vorgaben aufzustellen und
damit eine noch striktere Entflechtung des Netzbetriebs von den übrigen Geschäftstätigkeiten vorzubereiten.
Für das Tochterunternehmen Erdgas Münster Transport GmbH & Co. KG (EGMT) wird das Modell
eines Unabhängigen Transportnetzbetreibers (ITO) angestrebt. Dazu ist es notwendig, EGMT mit allen
personellen, technischen und wirtschaftlichen Ressourcen für den Transportnetzbetrieb auszustatten. In
diesem Zusammenhang soll das Leitungseigentum am Fernleitungsnetz von Erdgas Münster auf EGMT
übertragen werden.
Ergebnis 2010 und Ausblick 2011
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 60,6 (2009: 62,9) Milliarden Kilowattstunden Erdgas über dasUnternehmen abgesetzt. Dies entspricht einem Rückgang um rund 3,7 Prozent. Der Konzernumsatz sank
absatz- und preisbedingt um 285 Millionen Euro auf 1,339 (2009: 1,624) Milliarden Euro. Das Ergebnis
vor Steuern blieb mit rund 20,0 Millionen Euro etwa auf Vorjahresniveau.
Das Geschäftsjahr 2010 wurde durch mehrere Faktoren beeinflusst. „Seit dem Jahr 2009 gibt es auf dem
Markt für Erdgas ein Überangebot. Besonders über die Spot-Handelsplätze belebte dies den Preiswettbewerb
deutlich“, erläutert Geschäftsführer Andreas Gonschor. Zwar stabilisierten sich die Rohölpreise
im Jahresverlauf 2010 weiter, jedoch wurde dieser Effekt in der ersten Jahreshälfte durch die zeitversetzte
Preisanpassung in ölgebundenen Gaslieferverträgen abgedämpft. Zudem spürt das Unternehmen als
Vertriebsgesellschaft der Erdgasproduzenten die derzeit rückläufige inländische Förderung, die sich auch
auf die Absatzerwartung des Unternehmens für 2011 auswirkt. „Wir gehen in diesem Jahr von einem
leicht geringeren Absatz im Vergleich zum Vorjahr bei einer ansonsten stabilen Geschäftsentwicklung
aus“, so Gonschor.
